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ZusammenfassungPolitische Kommunikationssysteme sind dynamisch und entwickeln sich ständig weiter. Gerade wenn wir glauben, ihre Funktionsweise verstanden zu haben, ändern sich die Dinge. Manchmal erscheinen die Veränderungen als evolutionär, im Sinne einer konsequenten Schrittfolge, die zu einem vorhersehbaren Ziel führt. Dann wieder nimmt die Entwicklung neue Wendungen in unerwartete Richtungen. Gerade in jüngerer Zeit haben transnationale Trends in der politischen Kommunikation, die sich in vielen Ländern beobachten lassen, einige unerwartete Wendungen Entwicklungen erkennen lassen. Einerseits stellen diese Entwicklungen den bisherigen Forschungsstand, wie er aus vielen Vergleichsstudien gewonnen wurde, in Frage, andererseits bestätigen sie den bisherigen Wissensstand. Es ist noch nicht abzusehen, wohin die Entwicklung führen wird. Deutlich wird aber schon jetzt, dass manche der gerade etablierten Sichtweisen bereits wieder überdacht werden müssen. Dieses Kapitel rekapituliert zunächst einige der etablierten, aus komparativen Studien gewonnenen transnationalen Trends in der politischen Kommunikation. Es wendet sich dann jüngeren Entwicklungen zu, die diese etablierten Sichtweisen teilweise bestätigen, aber auch grundlegend in Frage stellen. Das Kapitel schliesst mit Überlegungen darüber, was die international vergleichende politische Kommunikationsforschung aus den neuen Realitäten lernen kann und wohin diese neuen Pfade fuhren mögen.
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