Gilles Deleuze und Felix Guattari, Philosoph der eine, Psychoanalytiker der andere, stehen kaum im Verdacht, ausgesprochen langweilige und ermüdende Bücher verfasst zu haben. Insbesondere ihre Koproduktionen zeichnen sich durch sprachliche Eleganz, verblüffende Argumente und scharfe Thesen aus (vgl. Deleuze/ Guattari 1976; 1992). Und doch fällt ihre Antwort auf die traditionsreiche, in der Vergangenheit mit schöner Regelmäßigkeit traktierte Frage „Was ist Philosophie?“ zunächst überraschend nüchtern, fast schon klassisch aus: Philosophie, so teilen sie in der Einleitung zu ihrem Buch mit, das diese Frage im Titel führt, ist zunächst ganz schlicht „die Kunst der Bildung, Erfindung, Herstellung von Begriffen“ (Deleuze/Guattari 2000: S. 6).
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