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Die meisten der geläufigen Theorien über das Verhältnis zwischen Staat und Verbänden sind eigentlich nichts anderes als Theorien über die politischen Funktionen der Gewerkschaften. Dies ist nicht schwer zu verstehen. Nach wie vor ist das für kapitalistische Gesellschaften zentrale Problem der Konflikt zwischen ,,Arbeit“ und ,,Kapital“, und nach wie vor dreht sich der Großteil der staatlichen Aktivität in kapitalistischen Gesellschaften um die Eindämmung und Regulierung eben dieses Konfliktes. Und obwohl der Staat es dabei nicht nur mit Gewerkschaften, sondern auch mit Organisationen von Arbeitgebern zu tun hat, kommt für ihn in der Praxis, jenseits aller protokollarischen Symmetrie, den Gewerkschaften die weitaus größere Bedeutung zu. Es scheint, als liege der Schlüssel zu einer staatlichen Regulierung der „Verbände“ und der „industriellen Beziehungen“ in der Regulierung jener Organisationen, die bei der Organisierung des industriellen Konflikts die Initiative übernommen haben und deren — im Vergleich zu den Arbeitgeberverbänden — relativ große Bedeutung für ihre Mitglieder ihnen ein hohes Maß an politischer Handlungs- und Verhandlungs fähigkeit verleiht.
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