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Eine zentrale These meines Aufsatzes „Die soziale Bedeutung kognitiver Strukturen“1 war die Behauptung, daß Argumentation das organisierende Prinzip von scientific communities sei, d. h. also diejenige Interaktion, die die informelle Kooperation in Forschungsgemeinschaften konstituiert. Gegen diese These ist u. a. eingewandt worden, daß wissenschaftliche Kommunikation häufig durch — in bezug auf die logische Relevanz ihrer Verknüpfung — wesentlich schwächere Äußerungsformen geführt wird und daß überhaupt Argumentation als Form wissenschaftlicher Kooperation bereits einen relativ fortgeschrittenen Entwicklungsstand einer Disziplin bezeichne, nämlich eine „theorieintensive” Phase der Forschung. Solche berechtigten Einwände2 führen naturgemäß zu der Frage nach weiteren Einheiten wissenschaftlicher Kommunikation, nach lockereren Zusammenhängen, nach schwächeren Abgrenzungen, als sie durch den Kontext einer Argumentation gegeben sind; sie veranlassen eine Dynamisierung der Beschreibungsweise, mit Hilfe deren sich wissenschaftliche Kommunikation qua Argumentation als ein relativ fortgeschrittener, ein relativ „reifer“ Stand einer spezifischen Wissenschaftsentwicklung charakterisieren läßt.
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