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Beschaffung wird allgemein definiert als „sämtliche unternehmens- und/oder marktbezogene Tätigkeiten, die darauf gerichtet sind, einem Unternehmen die benötigten, aber nicht selbst hergestellten Objekte verfügbar zu machen“ (Arnold 1997, S. 3). Beschaffung ist somit Teil der „Unternehmensfremdversorgung“ (Koppelmann 2000, S. 5). Die Bedeutung der Beschaffung für den Erfolg von Industrieunternehmen ist bei Fremdbezugsanteilen von über 50% der Wertschöpfung unbestritten (Arnold 1997, S. 12 ff.). Trotzdem wird auch im neueren Schrifttum konstatiert, dass „die stiefmütterliche Behandlung der Beschaffung in der Betriebswirtschaftslehre [...] die praktische Relevanz dieses Tätigkeitsfeldes völlig unzureichend“ (Steffenhagen 2000, S. 176) widerspiegelt. Die Autoren werden deshalb in diesem Kapitel die Notwendigkeit eines strategischen Beschaffungsmanagement begründen und dazu einige Überlegungen zur historischen Entwicklung der Beschaffungsforschung voranstellen.
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