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Von heute aus scheint alles klar. Sozialpädagogik — wahlweise auch Sozialarbeit oder Soziale Arbeit1 — hat sich in der Forschung und vor allem in der Lehre an den Hochschulen — ausgeprägter und deutlicher erkennbar an den Fachhochschulen als an den Universitäten — etabliert. Die Summe der im tertiären Bildungssystem Ausgebildeten wird längst in Zehntausenden gezählt. Oder anders formuliert: Soziale Arbeit ist — neben der Informatik — das zahlenmäßig größte, akademisch neu eingeführte Qualifizierungsprojekt seit den großen Bildungsreformen in den 1970er Jahren des letzten Jahrhunderts. Allerdings hat die Soziale Arbeit davor einen längeren, keineswegs geradlinigen Weg zurückgelegt, bevor sie überhaupt erstmals im Hochschulsystem Fuß fassen und nach einer längeren „Probezeit“ sich auch einigermaßen stabil etablieren konnte. Dieser Weg bis zu einer formalen und inhaltlichen Anerkennung der Sozialen Arbeit in der Wissenschaft, der im Ergebnis als ein Zusammenspiel aus fachlichen Diskussionen, vielfältigen Bemühungsversuchen, allgemeinen Reformen des Hochschulsystems sowie dem Wandel gesellschaftlicher Bedarfslagen und damit einhergehender Stimmungslagen betrachtet werden kann, soll im Folgenden in Grundzügen nachgezeichnet werden, weniger in seinen historischen Details als vielmehr in der dahinter liegenden Entwicklungslogik.
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