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Der hier zu behandelnde Gegenstandsbereich ist sehr komplex und in sich vielfaltig differenziert. Vorab sei deshalb angemerkt, dass es weder „die Migration“ bzw. „die Zuwanderer“ noch „die Massenmedien“ gibt, welche uber jene einheitlich oder ahnlich berichten. Sowenig etwa die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) und die tageszeitung (taz) inhaltlich oder stilistisch gleichzusetzen sind, sowenig miteinander vergleichbar sind Boulevardzeitungen und seriose Nachrichtenmagazine, von den audiovisuellen und Printmedien sowie den offentlichrechtlichen und privaten Rundfunkanstalten ganz zu schweigen. Noch nicht einmal der Wirtschaftsoder Politikteil und das Feuilleton einer uberregionalen Tageszeitung wie der FAZ lassen sich uber einen Kamm scheren. Ahnliches gilt im Hinblick auf die Medienmacher/innen, Verleger, Journalist(inn)en und Redakteure, die teils stark voneinander abweichende (gesellschaftswie migrations)politische Uberzeugungen haben, was sich naturlich auf ihre Tatigkeit und die einschlagige Berichterstattung auswirkt. Zudem uberblickt niemand die ganze Medienlandschaft der Bundesrepublik, vielmehr kann man als Beobachter immer nur Ausschnitte zur Kenntnis nehmen und nach den eigenen, subjektiven Masstaben bewerten. Beispielhafte und abschreckende Reportagen uber das gleichfalls widerspruchliche Migrationsgeschehen wechseln sich ab, sodass sich kein homogenes Bild ergibt. Moglich sind bestenfalls Trendaussagen, die gleichwohl dazu beitragen konnen, den Blick auf einzelne Massenmedien bzw. fur deren spezifische Haltung zur gesellschaftlichen Realitat von Arbeitsmigration und Fluchtlingsbewegungen zu scharfen.
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