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Soziale Bewegungen, Protestbewegungen, Jugendbewegungen — sie alle haben die ‚Straße als kulturellen Aktionsraum’ in unseren westlichen Gesellschaften entscheidend geprägt. Sie nutzen die Straße sowohl als Ort der performativen Vergewisserung geteilter Werte, Ziele und Weltansichten sowie als Ort der politischen und kulturellen Einflussnahme. Angefangen bei traditionellen Demonstrationen und Aufmärschen bis hin zu Happenings, Sit-Ins und anderen aktionistischen Formen des Straßenprotestes — zwischen den Polen tradierter Protestrituale und performativem Außer-Kraft-Setzen der öffentlichen Ordnung wird der Straßenraum zur interaktiven Aneignung und Repräsentation kollektiver Identitäten genutzt. Soziale Bewegungen formieren sich auf der Straße zu symbolischen Kollektivkörpern, die den öffentlichen Raum temporär expressiv besetzen. Dabei wird der Straßenraum gerade für Jugendbewegungen auch ein Ort des Austestens und provokativen Darstellens neuer sozialer Rollen und Identitäten.
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