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Über das Fachkonzept Sozialraumorientierung wird die vorherrschende fallbezogene und damit zur Individualisierung neigende Perspektive in den sozialen Diensten eingebettet in eine professionelle Betrachtungs- und Bearbeitungsweise, die die Adressat/innen verstärkt in ihren Relationen zum Umfeld begreift. Als eine naheliegende Konsequenz bietet sich an, die Strukturen sozialer Dienste zu dezentralisieren und vom Buchstaben- auf das Raumprinzip umzustellen. Doch die Sozialraumorientierung reicht weit über die vergleichsweise schlichte Bezugnahme auf lokale Nahräume hinaus: Sie beschreibt die ambitionierte Bewegung, die fachlichen Ziele einer Lebenswelt- und Adressatenorientierung, einer Stärken- und Ressourcenlogik nachhaltig und wirkungsvoll in der Praxis zu implementieren, indem diese fachlichen Standards mithilfe veränderter Steuerungskonzepte und neuer ökonomischer Anreizsysteme auch durch entsprechende Managementstrukturen der Sozialen Dienste abgestützt werden.
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