No open-access location is known for this record yet.
No open-access location is known for this record yet.
Als im Spätherbst 1989 die „Wende“ auch die Betriebe der damaligen DDR erreichte, wurde ein wirtschaftlicher, technisch-organisatorischer und interessenpolitischer Umstrukturierungsprozeß in Gang gesetzt, dessen Ausmaß und Dynamik letztlich niemand vorhergesehen hat. Inzwischen zeichnen sich zwar Konturen ab, von einem Abschluß kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch nicht die Rede sein: einerseits sind noch nicht alle „sanierungsfähigen” Betriebe privatisiert, ein „Restbestand“ befindet sich nach wie vor in quasi-staatlicher Obhut von Management-KGs im Auftrag der Treuhandnachfolgerin2; und andererseits ist die Privatisierung nicht zwangsläufig einer erfolgreichen Marktintegration oder der wirtschaftlichen Konsolidierung bzw. dem Abschluß innerbetrieblicher Reorganisation gleichzusetzen. Mit anderen Worten: „In ostdeutschen Betrieben ist die Umstellung auf die Marktwirtschaft immer noch in vollem Gange und die Wege, die dabei beschritten werden, folgen zumindest keinem fest umrissenen Plan, sondern werden eher tastend erprobt“ (Schmidt 1995: 455). Größtenteils bestimmen immer noch aktionistische, an kurzfristiger Kostensenkung orientierte Umstrukturierungen sowie personelle Veränderungen den betrieblichen Alltag.
Loading…
Stored only when both papers are in the corpus — 6 citations exist upstream.
Papers that cite the same references — the relational fallback while embeddings are still backfilling.
Imported from OpenAlex (CC0) — nothing here is generated.