No open-access location is known for this record yet.
No open-access location is known for this record yet.
In der Diskussion um den Wandel der Familie sind Thesen der Pluralisierung der privaten Lebensformen sehr prominent. Sie werden oft mit der Behauptung verknüpft, dass familiale Lebensformen für die Menschen an Bedeutung verlieren oder die Familie gar dem Verfall preisgegeben sei (Nave-Herz 2010). Günter Burkhart hat sich zu dieser Frage zuletzt in der Einleitung des von ihm herausgegebenen Bandes zur „Zukunft der Familie“ differenzierter geäußert (Burkart 2009). Er führt eine Reihe von Überlegungen und empirischen Befunden vor, die den Relevanzverlust des modernen, bürgerlichen Familienmodells belegen. Er verweist gleichzeitig darauf, dass neue Standards oder Normalitäten - diesseits und jenseits der Familie - entstehen. Als Ursache für den Wandel nennt Günter Burkart unter anderem einen steigenden Bedarf an biografischer Flexibilität von Frauen und Männern. Da er weiß, dass familiale Lebensformen Bindungsbereitschaft von den beteiligten Personen erfordern und Stabilitäten implizieren, ist für ihn mit Blick auf die Zukunft der Familie eine der zentralen Fragen, wie „eine Balance zwischen Flexibilität und Stabilität erreicht werden“ kann (Burkart 2009, S. 18).
Loading…
Stored only when both papers are in the corpus — 9 citations exist upstream.
Papers that cite the same references — the relational fallback while embeddings are still backfilling.
Imported from OpenAlex (CC0) — nothing here is generated.