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Ausgangspunkt der folgenden Überlegungen ist das vor allem von Alfred Schütz (1971) verteidigte Postulat, daß die Sozialwelt bereits von den Handelnden selbst vorgedeutet ist, noch ehe die Sozialwissenschaftler mit ihren Deutungsbemühungen einsetzen. Schütz selbst hat dieses Postulat in erster Linie methodologisch gemeint; es war Teil seines Bemühens, zum Zweck der philosophischen Begründung des spezifischen Charakters der Sozialwissenschaften auf phänomenologischem Weg zu klären, wie sich die gesellschaftliche Wirklichkeit in der vorwissenschaftlichen Erfahrung konstituiert. Allerdings kann man dieses Postulat auch mit einem empirischen Interesse lesen (wie das die Ethnomethodologen getan haben) und als Hinweis verstehen auf das operative Fundament der im alltäglichen Handeln als selbstverständlich hingenommenen sinnhaften Ordnung, d.h. auf die Techniken und Mechanismen ihrer Produktion. Die Frage ist dann, wie wir das, was wir im alltäglichen Handeln als vorgegebene soziale Tatsachen, als objektive Sachverhalte, als unabhängig von unserm Zutun existierende Realitäten wahrnehmen und behandeln, erst in unseren Handlungen und Wahrnehmungen als solche produzieren. Wie stellt sich in unserem Handeln die Objektivität von als “objektiv” wahrgenommenen Ereignissen, die Faktizität von als “faktisch” geltenden Sachverhalten her?
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