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Gegenwärtig beobachten wir tiefgreifende Entwicklungen im Sinne einer Angleichung der Strukturierung von Öffentlichkeit in verschiedenen Ländern. Dahinter stehen zwei Prozesse: Zum einen werden sich Mediensysteme in ihren Produkten, ihrem professionellen Handeln, journalistischen Kulturen sowie ihrer Beziehungen zu anderen politischen und sozialen Institutionen zunehmend ähnlicher. Zum anderen passen sich die politischen Systeme in ihrem Kommunikationsverhalten international aneinander an. Der Trend zur globalen Homogenisierung der Mediensysteme und der Öffentlichkeit steht im Mittelpunkt unserer Analyse, die insbesondere auf die Beziehungen zwischen Mediensystemen und politischen Systemen in den industrialisierten, marktwirtschaftlichen Demokratien Westeuropas und Nordamerikas eingeht. Unsere Ursachenanalyse verfolgt zwei Perspektiven, hinter denen jeweils alternative Argumente stehen: (1) Ein Großteil der Literatur bezeichnet die Konvergenz der Medien als Prozess der „Amerikanisierung“ oder „Globalisierung“ und sieht diese Entwicklung von externen Kräften verursacht, die von außen auf die Einzelstaaten und ihre Mediensysteme einwirken. Alternative Erklärungsansätze verweisen auf interne Prozesse des sozialen Wandels in den verschiedenen Einzelstaaten, die sich dann homogenisierend auf die verschiedenen nationalen Mediensysteme auswirken.
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