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Die zunehmende Verarmung breiter Bevölkerungsschichten in der Bundesrepublik zeigt sich vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Keine Altersgruppe ist inzwischen stärker von Armut betroffen als sie! In einem Kommentar der Süddeutschen Zeitung vom 18.1.1997 (S. 4) heißt es z.B.: „Immer mehr Menschen in Deutschland müssen mit immer weniger auskommen, Kranke, Familien, Alleinerziehende, Kinder, Arbeitslose. Die Armut dringt in immer breitere Schichten der Bevölkerung ein. 2,2 Millionen Kinder sind nach den Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutzzentren arm“. In dieser Situation wird auch der Ruf nach einer wissenschaftlichen Untersuchung der Folgen von Armut immer lauter, auch und vor allem nach einer wissenschaftlichen Untersuchung der gesundheitlichen Folgen von Armut. Angesprochen ist hier in erster Linie die Sozial-Epidemiologie. Sie beschäftigt sich mit der empirischen Erfassung und Erklärung von Unterschieden im Gesundheitszustand zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, und daher auch mit den gesundheitlichen Unterschieden zwischen armen und nicht-armen Personen.
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