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In diesem Beitrag stellen wir Grundlagen für eine präskriptive Theorie zur Gestaltung von Programmen dar, die Jugendliche in freiwillige soziale Tätigkeiten einbinden. Die Berücksichtigung der vorgeschlagenen Anforderungen bei der Gestaltung solcher Programme soll wahrscheinlich machen, daß sie attraktiv für heutige Jugendliche sind und deren Identitätsentwicklung fördern. Da nach heutigem empirischen Kenntnisstand freiwillige soziale Tätigkeit positive Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung Jugendlicher hat, sollte dieses Potential in der Jugendarbeit stärker als bisher genutzt werden. Das Problem besteht jedoch in einem Mangel an theoretisch fundiertem Wissen darüber, welche Gesichtspunkte bei der Entwicklung solcher Maßnahmen zu berücksichtigen sind. Wir legen unseren Gestaltungsempfehlungen drei theoretische Ansätze zugrunde: die Theorie der Transzendenz von Youniss und Yates (1997), die Theorie der intermediären Institutionen von Berger und Luckmann (1998) und die Theorie postmoderner Werte von Inglehart (1998). Auf der Basis dieser Theorien schlagen wir einen Katalog von zwölf Handlungsanweisungen vor, nach denen Programme, die junge Menschen in soziales Engagement einbinden wollen, gestaltet und beurteilt werden können. Hierunter fallen unter anderem die inhaltliche Breite der Angebote, das Ermöglichen konkreter Interaktionen und Handlungen, die Bedeutung von Gruppenzugehörigkeit und die Wirkung von Vorbildern und Modellen. Die Kriterien werden anhand von Materialien und Informationen ausgewählter Jugendprogramme und Organisationen diskutiert.
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