Diskussionen über ‘Heteronormativität’ gehen zumeist von Judith Butlers Konzept der ‘heterosexuellen Matrix’ aus (vgl. Wagenknecht 2004). Ohne Frage hatte dieses Modell kanonische Effekte auf die gesamten Queer- und Gender Studies. Die ‘heterosexuelle Matrix’ wird als Ausgangspunkt für ‘Grenzüberschreitungen’ vielfacher Machtverältnisse um Geschlecht, Sexualität, Klasse und Ethnizität verstanden. Auf den ersten Blick scheinen in Trans-Leuten of colour minorisierte Subjekte im Mittelpunkt ihrer Trangressionspolitik zu stehen. Ich argumentiere dagegen in diesem Artikel, dass die von Butler vorgeschlagene ‘Transgression’ oft in dominanten Überschreitungen minorisierter Grenzen besteht. Hinter der scheinbaren Vielfalt verbirgt sich eine machtnegierende Ein- Thema-Politik1, die Unterschiede assimiliert, konsumiert und ignoriert.
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