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In den letzten Jahrzehnten hat die deutschsprachige Soziologie eine Wandlung zu dem vollzogen, was — etwas tiefschürfend — kommunikatives Paradigma genannt wird. Besonders die in der Tradition der Wissenssoziologie stehenden theoretischen und empirischen Richtungen stellen den Begriff der Kommunikation bzw. des kommunikativen Handelns in den Mittelpunkt ihrer Arbeiten. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung verdient auch der von Foucault und Lacan eingeführte Begriff des Diskurses eine besondere Beachtung, da er zum einen deutliche wissenssoziologische Züge trägt, zum anderen auf das verweist, was wir als kommunikative Vorgänge bezeichnen können. So umfassend der Diskursbegriff zuweilen auch verwendet wird, so scheint er doch einige Aspekte aufzuweisen, die in der hiesigen Diskussion vernachlässigt werden. Aus diesem Grunde plädiert der Beitrag für eine partielle Verwendung des Diskursbegriffs. Als Pendant zum Begriff des kommunikativen Haushaltes verstehe ich Diskurse als kommunikative Prozesse der Aufrechterhaltung und Veränderung gesellschaftlich relevanter Themen und Formen. Die Analyse solcher Themen ist nicht nur von großer Bedeutung für die Wissenssoziologie, sie kann auch in der Topikanalyse auf eine lange Tradition zurückblicken. In einem kurzen Rückblick wird diese Tradition skizziert und auf ihre Fruchtbarkeit für die Diskursanalyse überprüft.
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