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Moritz Schlick, oft als Haupt des Wiener Kreises apostrophiert, ist in der philosophi schen Diskussion heute weniger präsent als manches "einfache Mitglied" des Kreises oder als viele seiner Zeitgenossen, die irgendwann als "dem Kreis Nahestehende", oder "zur Peripherie Gehörende" mit dem Kreis in mehr oder minder enger Be ziehung standen -man denke an Carnap, Neurath, Popper, Gödel, Tarski, Russell oder Wittgenstein.Die Gründe für Schlicks relative Unbekanntheit sind vielfältig.Einer ist sicher sein früher Tod, der verhinderte, dass sein Werk in der angelsächsischen Philosophie bekannt wurde, und deshalb auch nicht unter dem attraktiven Rubrum "analytische Philosophie" in die deutsche Philosophie reimportiert werden konnte.Ein anderer Grund könnte darin liegen, dass es überhaupt schwierig ist, für Schlicks Denken einen passenden Ort in der Landschaft der Philosophie des 20.Jahrhunderts zu fi nden.Weder seine philosophischen Interessen noch sein philoso phischer Stil erlauben es, ihn umstandslos als logischen Empiristen zu charakterisieren, aber auch andere Etiketten wie Proto-empirizist, Empirio kritizist, kritischer Realist oder dergleichen wollen nicht recht passen oder erweisen sich als wenig hilfreich.Man sollte ihn deshalb ohne klassifi ka torische Scheuklappen lesen und dabei auf einige Überraschungen gefasst sein -Schlick war kein logischer Empirist, wie er im Buche steht.
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