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Wenn man heute an das Miteinander oder Gegeneinander von Generationen denkt, meint man meist nur zwei Generationen bzw. Altersgruppen, nämlich die Jüngeren zwischen 13 und 25 Jahren und die Älteren, die etwa 20 bis 30 Jahre älter sind und als Eltern, Lehrer, Ausbilder und anderes mehr fungieren. Dabei übersieht man häufig die Beziehungen zur Großeltern-Generation, die heute in der erweiterten Familie dank höherer Lebensdauer, Wohlstand und Wohnnähe durchaus noch eine Rolle für die Jugend spielt — als Miterzieher der Enkel, als Helfer und Stellvertreter der Eltern und als Vermittler zwischen Eltern und Kindern. Außerdem vernachlässigt man meist die „Vorläufer-Generation“ der nur 5 bis 10 Jahre älteren Verwandten, Bekannten, Lehrgesellen, Kollegen, Jugendfunktionäre u.s.f.. Vermutlich ist heute dieser „kürzere“ Generationsabstand zwischen Vorgängern und Jugendlichen, wie er in Betrieb, Verein, Hochschule, Bundeswehr praktiziert wird, spannungsreicher als die Beziehung zu den Eltern oder gar zu den Großeltern. Die nur 5 bis 10 Jahre Älteren haben fast dieselben Zeitverhältnisse, aber diese eventuell frischer, stimulierender oder bestürzender erlebt als ihre jüngeren Epigonen. Anders herum können die Jüngeren bereits in stark veränderte Verhältnisse (Überfüllung von Ausbildungsgängen, des Arbeitsmarktes, der Aufstiegspositionen) hineingeraten und ihre Vorgänger als hinderlich verdrängen und ablösen wollen. Das rasche Tempo des Generationenwechsels wird an diesem Konzept der Vorläufergeneration und ihrer Beziehungen ablesbar.
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