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Die großen soziologischen Paradigmen System und Akteur beherrschten in wechselnden Konjunkturen die Theoriebildung und empirischen Analysen der sozialwissenschaftlichen Transformationsforschung. Thesen und Antithesen der jeweils anderen Seite prallten, wenn sie wechselseitig überhaupt wahrgenommen wurden, am Schutzschild der monistischen Ästhetik der jeweils anderen Großtheorie ab (Merkel 1994a: 303). Syntheseversuche und Verknüpfungsanstrengungen blieben rar (O’Donnell/Schmitter 1986; Rueschemeyer/Stephens/Stephens 1992), implizit und wurden meist nicht konsequent zu Ende gedacht. Dies muß aus zwei Gründen seltsam anmuten, denn die Makrologik systemtheoretischer und die Mikroperspektive akteurstheoretischer Überlegungen hinterließen regelmäßig eine black box in den Transformationsanalysen. Die Frage jedoch, ob junge, fragile und noch nicht konsolidierte Demokratien auch wirtschaftliche Krisen unbeschadet überstehen, hängt von der Verschränkung und der Komplementarität von sozioökonomischen Bedingungen, politischen Institutionen und dem Handeln politischer und sozialer Akteure ab. Denn im Entwicklungsverlauf marktwirtschaftlicher Demokratien und realsozialistischer Diktaturen in diesem Jahrhundert wurde deutlich, daß die Dynamik von wachsendem Wohlstand und gesellschaftlicher Zustimmung immer weniger vom blinden Wirken ökonomischer Kräfte abhing. Zunehmend stärker wurden sie bestimmt von einem komplexen Geflecht von Normen, Institutionen und Organisationen, die sich als “Überlappungszone von Politik, Wirtschaft und privatem Leben herausgebildet haben” (Lutz 1994: 370).
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