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An der Fassade der Münchner Glyptothek hat Ludwig I. von Bayern den römischen Kaiser Hadrian als Kunstmäzen par excellence mit einer Statue geehrt. Er steht dort in Gestalt einer klassischen Panzerstatue zusammen mit Perikles und umgeben von den berühmtesten Bildhauern, deren Reihe vom Altertum bis zu den Zeitgenossen des Königs reicht. Die beiden antiken Bauherren waren die bewunderten Vorbilder Ludwigs I. in seiner Rolle als Bauherr und Mäzen, versuchte er doch seine Residenz durch ein gewaltiges Bauprogramm zu einem neuen Athen zu machen, sah er sich doch — in Nachfolge seiner antiken Vorbilder — als „Inspirator und Förderer einer wiedererwachten deutschen Kunst“. Auf einem einst berühmten Bild von Wilhelm von Kaulbach „steigt er, umgeben von Künstlern und Gelehrten vom Thron, um die ihm dargebrachten Werke zu betrachten“ — so der offizielle Titel dieses Entwurfes für eines der Fresken der im Krieg zerstörten „Neuen Pinakothek Ludwig I.“ (Abb.1)1. Begeisterte Künstler aller Gattungen huldigen dem Monarchen mit ihren herbeigeschleppten Werken.
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