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ZusammenfassungManuel Castells stellt seiner breit angelegten Gegenwartsanalyse eine Betrachtung der, wie er sagt, „informationstechnologischen Revolution“ (Castells 2001: 31ff.) voran. Dabei geht er unmissverständlich davon aus, dass die gegenwärtig zu beobachtende Entwicklung und massenhafte Verbreitung der mikroprozessualen Computertechnik prägenden und nachhaltigen Einfluss darauf hat, „wie wir geboren werden, wie wir leben, wie wir lernen, wie wir arbeiten, wie wir produzieren, wie wir konsumieren, wie wir träumen, wie wir kämpfen und wie wir sterben“ (Castells 2001: 35). Das Charakteristische dieser revolutionären Umwälzung der gesellschaftlichen Lebensbedingungen sei dabei nicht so sehr „die zentrale Bedeutung von Wissen und Information, sondern die Anwendung dieses Wissens und dieser Information zur Erzeugung neuen Wissens und zur Entwicklung von Geräten zur Informationsverarbeitung und zur Kommunikation“ (ebd.: 34). Die gegenwärtigen „Kommunikationstechnologien“ werden als die „materiellen Grundlagen“ (ebd.: 75) einer in Entstehung befindlichen „Netzwerkgesellschaft“ angesehen, in der sich ein breit vernetztes System von Techniken gebildet hat, das sich ständig aus sich selbst heraus weiterentwickelt. Dieses System hat nach Castells „seine eigene inhärente Logik und ist durch die Fähigkeit [gekennzeichnet, F.H.], jeglichen Input in ein gemeinsames Informationssystem zu übersetzen und diese Information mit zunehmender Geschwindigkeit, mit zunehmender Macht und zu abnehmenden Kosten in einem potenziell allgegenwärtigen Verfügungs- und Verteilungsnetzwerk zu verarbeiten“ (ebd.: 35).
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