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Spätestens seit dem Swing der 30er bzw. 40er, dem Rock’n Roll der Halbstarken und Teenager, dem Jazz der Exis und Twens der 50er Jahre, dem Beat, Rock und Pop der 60er Jahre sind jugendkulturelle Stilmittel wie Kleidung, Symbole, Musik und Accessoires in den kommerziellen Kulturbetrieb eingewandert und mit der modernen Konsum- und Medienindustrie verbunden. Vor allem Schallplatten, Radio und Musikboxen, Illustrierte und erste Jugendzeitschriften wie BRAVO, die vor mehr als 40 Jahren 1956 als „Zeitschrift für Film und Fernsehen“ startete, seit dem 34. Heft 1957 ohne Untertitel bis heute erscheint und in wenigen Jahren zum Inbegriff der Jugend- resp. Tennager-Kultur aufstieg, transportierten — nicht zuletzt auch als Reaktion auf die in weiten Kreisen nach wie vor vorherrschende antiamerikanische Deutschtümelei des Restaurationsklimas — den US-amerikanischen Habitus der jugendlichen Lebensstile und Teenager-Kulturen in die Bundesrepublik Deutschland. „Wie der Begriff ‚Teenager‘ kommt auch die Praxis, Jugendlichen spezielle Konsumgüter (Kleidung, Kosmetik, Getränke — etwa Coca-Cola oder Pepsi-Cola, per Strohhalm genüßlich aus den 0,2 Liter-Flaschen gesogen, Bildergeschichten (Comics), Unterhaltungskunst- und -medien) anzubieten, aus den USA“. Im Zusammenhang des Importphänomens Teenager wurden nicht nur einzelne Waren, sondern eine komplette Jugendkultur „verkauft“. „Teenagermusik, Teenagermode, Teenagerkosmetik, Teenagerfilme, Teenagerzeitschriften, Teenagerklubs, ja selbst ein Wörterbuch der Teenagersprache (‚Steiler Zahn und Zickendraht‘) bilde(te)n eine Welt, in der der Teenager, die ‚Teenagermelodie‘ in den Ohren und die ‚Teenageramour‘ im Herzen, um sich selbst kreist(e)“ (Lindner 1986, S. 278).
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