Der Titel von Adornos Habilitationsschrift ist Programm: Es geht ihr darum, Kierkegaard als solchen, den verborgenen Grund seines Denkens freizulegen, und zwar als eine und aus einer „Konstruktion des Ästhetischen“. Zunächst und methodisch aus einer Konstruktion, sofern die leitende Idee, die der Untertitel nennt, nicht diejenige Kierkegaards, sondern Adornos ist. Sie wird explizit gegen Kierkegaards religiöses Selbstverständnis vorgebracht. Als eine Konstruktion des authentischen Kierkegaard versteht das Buch seine kritische Darstellung jedoch zugleich, weil es die These vertritt, dass sich diese Konstruktion in den zentralen Bildgehalten von Kierkegaards Texten selbst ereignet.
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