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Trilingual Codeswitching in Kenya - Evidence from Ekegusii, Kiswahili, English and Sheng The present study attempted to determine the matrix language (ML) and the speech processes in trilingual codeswitching (CS) involving Ekegusii, Kiswahili, English and Sheng in Kenya. It was hypothesised that: (1) Trilingual participants who share a first language and speak the same second and third languages can produce both trilingual and bilingual CS CPs whose ML can be L1, L2 or L3. (2) There is a tendency for composite bilingual and trilingual CS due to the impact of the L1 in structuring L2 and L3. (3) The complexities of speech processing and congruence matching between the switched morphemes and their equivalents in the participating codes makes overt trilingual CS CPs negligible. Trilingual Codeswitching The hypotheses were tested on 520 CS CPs recorded during 330 minutes of naturally occurring CS speech. Of these CS CPs, 18 were trilingual CS CPs compared to 502 bilingual CS CPs. These data were analysed using Myers-Scotton's Matrix Language Frame model. The investigation revealed unique ML patterns in CS from Africa in general and Kenya in particular. For instance, it came out that it was not always that Ekegusii as the interactants' L1 was the ML; rather, Kiswahili and English were in some instances the ML. This was attributed to the effect of language policy in Kenya's system of education where English is the language of instruction while Kiswahili is a taught and examined subject since 1984. Thus instances of Kiswahili ML were only seen in the trilingual CS of those participants who were taught and examined in the Kiswahili subject at primary and secondary school levels. The study also realised five unique patterns of composite CS. First, there were trilingual CS CPs with surface morphemes from Ekegusii-Kiswahili-English and a corresponding trilingual ML. Then, there were four patterns of bilingual composite CS CPs. The study concluded that the minuscule number of trilingual CS could be attributed to the complexities involved in processing a CP with three codes. A codeswitched morpheme in one code only surfaces after competing with equivalents from other codes. The higher the number of morpheme counterparts the less the number of CS CPs. Thus in trilingual CS a switched morpheme competes for selection with equivalents from two other participating codes. Trilinguales Codeswitching in Kenia am Beispiel des Ekegusii, Kiswahili, Englisch und Sheng Die Arbeit bestimmt die Matrixsprache ('matrix language' = ML) und die Sprachmechanismen, die unter Erstsprachensprechern des Ekegusii in Kenia zum dreisprachigen Codeswitching (CS) zwischen Ekegusii, Kiswahili, Englisch und Sheng fuhren. Es wird angenommen, dass a) dreisprachige Kommunikationsteilnehmer, die uber eine gemeinsame Erstsprache (L1) verfugen und dieselben Zweit- und Drittsprachen (L2 bzw. L3) sprechen, sowohl tri- als auch bilinguale Teilsatze produzieren konnen, in denen CS auftritt. Dabei kann die L1, L2 oder L3 die ML stellen. b) aufgrund des Einflusses der L1 beim Festlegen des grammatischen Rahmens in L2 und L3 Teilsatzen, eine Tendenz zu gemischten ('composite') bi- und trilingualen CS besteht. c) die Komplexitat von Sprachverarbeitung und das Testen von Kongruenz bei Satzteilen unterschiedlicher sprachlicher Herkunft, die am CS teilnehmen, fuhrt dazu, dass offen trilinguales CS nur in unbedeutendem Mase vorhanden ist. Die Hypothesen wurden an 555 Teilsatzen getestet, in denen CS auftritt. Die Satze wurden aus insgesamt 330 Minuten aufgezeichneter naturlicher Gesprache gewonnen. Dabei wurden 21 trilinguale CS Teilsatze gegenuber 534 bilingualen CS Teilsatzen festgestellt. Diese Daten wurden gemas der theoretischen Annahmen von Myers-Scottons 'Matrix Language Frame Model' klassifiziert und analysiert. Die Untersuchung zeigt spezielle Muster der ML beim CS in Afrika im Allgemeinen und in Kenia im Speziellen auf. Es wird gezeigt, dass, obgleich die Gesprachsteilnehmer uber eine gemeinsame Erststprache, Ekegusii, verfugen, diese nicht immer die ML stellt; vielmehr wird deutlich, dass Kiswahili und Englisch ebenfalls als ML auftreten konnen. Dies wird auf die langjahrige schulische Ausbildung der Gesprachsteilnehmer zuruckgefuhrt, die im kenianischen Kontext in Englisch erworben wird. Ferner wird deutlich, dass dreisprachiges CS mit einer Kiswahili ML am ehesten unter Gesprachsteilnehmern auftritt, die Kiswahili im Unterricht in der Grund- und Sekundarstufe erlernt und Prufungen in Kiswahili abgelegt haben. Der Autor findet im CS-Material funf Muster von gemischten ('composite') Mls, in denen mehr als eine Sprache zur ML beitragt. Eines bezieht sich auf eine dreisprachige gemischte ML wahrend die anderen vier zweisprachige gemischte MLs beschreiben. Die gemischte ML wird dabei auf den starken Einfluss des Ekegusii bei der Strukturierung der CS Teilsatze zuruckgefuhrt. Schlieslich wird festgestellt, dass die nur geringe Anzahl von dreisprachigen CS Teilsatzen der Komplexitat der Verarbeitung eines trilingualen CS Teilsatzes zugeschrieben werden kann. Ein CS Morphem in trilingualem CS muss mit seinen Entsprechungen aus zwei verschiedenen Sprachen abgeglichen werden, bevor es ausgewahlt wird. Daraus ergibt sich: je hoher die Anzahl von Sprachen, die in Kontakt sind, desto schwieriger ist es fur einen Sprecher diese in einem Gesprach simultan zu verarbeiten.
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