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Im plurilingualen Kontext von Luxemburg ist jedwede Sprach(en)politik, auch wenn sie explizit nur eine Sprache, z.B. das Luxemburgische fördert, immer auch Sprachenpolitik, da durch die einseitige Förderung einer Sprache das historisch gewachsene Gefüge der drei „Amtssprachen“ beeinflusst wird. Deshalb wurde der Plural im Titel dieses Beitrages gewählt. Unter Sprach(en)politik unterscheidet Bußmann (2002, S. 619) zwei Aspekte: „(1) politische Maßnahmen, insbes. in multilingualen Staaten, die auf die Einführung, Entwicklung und Durchsetzung einzelner Sprachen zielen (...), (2) Kontrolle und Beeinflussung des öffentlichen Sprachgebrauchs, auch durch Vorschriften und Sanktionen.“ Deren konkrete Umsetzung kann man als Sprachplanung bezeichnen und zwei Haupttypen unterscheiden: die Statusplanung, die hauptsächlich die Funktion und Leistungsfähigkeit einzelner Sprachen im multilingualen Kontext behandelt, und die Korpusplanung, in der es zentral um die Standardisierung und Normierung einzelner Sprachen geht.
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