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Wir wollen in diesem Kapitel in Auseinandersetzung mit diversen Metaphern sowie Gesellschaftsbegriffen Grundzüge einer Theorie der virtuellen Gesellschaft entwikkeln. Ausgangspunkt bildet die These vom historischen Ende der Industriegesellschaft, der Entwicklung qualitativ neuer Produktions- und Reproduktionsmechanismen, welche die klassischen Formen industriegesellschaftlicher Vergesellschaftung sprengen. Der Transformationsprozeß stellt sich für uns als Übergang von der Industrie- zur virtuellen Gesellschaft dar mit gravierenden Konsequenzen für alle gesellschaftlichen Subsysteme. Mit der Begrifflichkeit der Virtualisierung sowie dem virtuellen Raum als für uns zentralem Indikator des transitorischen Prozesses soll ein Analyseinstrumentarium zur Verfügung gestellt werden, das bei der Betrachtung der Subsysteme in den folgenden Kapiteln eingesetzt, überprüft und spezifiziert werden soll. Vorläufer der von uns entwickelten Theorie der virtuellen Gesellschaft, welche wir sowohl in der Phantomologie Stanislaw Lems als auch in der postmodernen Medientheorie erblicken, sollen in ihren Kernaussagen präsentiert werden. Verdeutlichen wollen wir in einem ersten Zugriff, daß die in zahlreichen Positionspapieren politischer Akteure im Zusammenhang der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien genannten Prozesse adäquat nur im Kontext einer Theorie der Virtualisierung sozialer Beziehungen beurteilt und analysiert werden können.
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