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ZusammenfassungDie Beschäftigung mit „Organisation und Verwaltung des Sozialen“ erfordert zunächst eine Klärung der drei Begriffe, die das Thema beschreiben: Soziales, Organisation und Verwaltung. Der Begriff des „Sozialen“ ist im deutschen Sprachgebrauch nicht eindeutig; einerseits wird in beschreibender Weise „sozi-al“ gleichgesetzt mit „gesellschaftlich“ bzw. das „Soziale“ mit „Gesellschaft“. Andererseits wird der Begriff normativ verwendet. Er kennzeichnet dann eine spezifische Wertsetzung zu Gunsten des Wohls von unterdrückten oder benachteiligten Mitmenschen. Deutlich wird diese Wertbezogenheit beispielhaft in dem Gegensatzpaar von „sozial“ vs. „asozial“. Die positive Konnotation des Begriffs „sozial“ ist z.B. mit den Begriffen „Soziale Sicherheit“ oder „Soziale Marktwirtschaft“ verbunden. Dieses letztgenannte, normative Verständnis des Begriffs „Sozial“ liegt den folgenden Überlegungen zu Grunde. Mit „Organisation“ werden im Folgenden „alle sozialen Gebilde bezeichnet, in denen eine Mehrzahl von Menschen zu einem spezifischen Zweck bewusst zusammenwirkt“ (Mayntz 1969, S. 762f.). Die folgenden Ausführungen werden sich auf Organisationen beziehen, deren spezifischer Zweck das „Soziale“ im eben gekennzeichneten Sinne ist; die Veränderung dieser Organisationen im Laufe der Zeit wird genauer zu analysieren sein. Unter „Verwaltung“ versteht man einerseits einen spezifischen Organisa-tionstypus (z.B. bürokratische Verwaltung), andererseits aber auch das ordnende, subsumierende, entscheidende oder kontrollierende Handeln in einer Organisation. Der folgende Text wird also der Frage nachgehen, in welcher Weise das „Soziale“ in Deutschland organisiert ist und wie seine Verwaltung erfolgt. Zunächst muss allerdings geklärt werden, inwieweit das „Soziale“ überhaupt Zweck spezifischer Organisationen und Objekt verwaltender Tätigkeiten ist.
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