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Dieser Beitrag1 untersucht die Bedeutung der Geschlechterrollen bei der Darstellung von Politiker/innen in den Medien und gibt einen Überblick über die aktuellen Studien zur Darstellung von Politikerinnen und Politikern. Dabei wird unter anderem folgenden Fragen nachgegangen: Werden Politikerinnen und Politiker von den Medien gleich behandelt? Verhalten sich Presse und Fernsehen in der Darstellung von Politikerinnen und Politikern bezogen auf ihr Geschlecht neutral oder verbreiten sie geschlechterbezogene Klischees? In welchem Verhältnis steht die Darstellung von Politikerinnen und Politikern zur Frage der journalistischen Qualität? Qualität im Zusammenhang mit geschlechterbezogener Darstellung kann dabei zunächst so definiert werden, dass sie die Reflektion unterschiedlicher sozialer Realitäten im Programm zum Ziel hat (Cuilenburg, 1998, S. 41) und damit einen Beitrag zu einer besseren Welt leistet (Mulgan, 1990, S. 28–29). Denn die Medien gehören zu den Institutionen, wenn sie nicht sogar die wichtigste überhaupt sind, die die Einstellungen zu den Geschlechterrollen beeinflussen und ein Bewusstsein für die Geschlechterfrage schaffen können. Zudem konstituieren heutzutage die Presse — und besonders das Fernsehen — jenen realen öffentlichen Raum, den die Bürgerinnen und Bürger als die „Politik“ ansehen (z. B. Corner & Pels, 2003). Wenn die Medien über politisches Geschehen berichten, sind die Art der Darstellung von Frauen und Männern, ihr Zugang zu den Medien und ihre Sichtbarkeit in den Medien von ausschlaggebender Bedeutung.
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