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Aus psychologiegeschichtlicher Perspektive wird gezeigt, dass pauschale Diskreditierungen Felix Krügers, die bis zum Vorwurf der Wissenschaftsfeindlichkeit gehen, nicht gerechtfertigt sind. In diesem Zusammenhang wird besonders die Beziehung Krügers zu Experiment und Messung, vor allem auch zu statistischen Methoden, behandelt. Folgende Aspekte der Lehre Krügers werden außerdem angesprochen: (1) Bedeutung des unverfälschten Alltagslebens. (2) Verhältnis von Natur- und Geisteswissenschaft, (3) die Rolle von Werthaltungen und Weltanschauungen, (4) "irrationalistisches" Menschenbild. Die Kennzeichnungen des Begründers der Leipziger Ganzheitspsychologie als Charakterologe und Typologe werden in Frage gestellt bzw. relativiert. Abschließend wird auf den Stellenwert der "Ganzheit" in der heutigen Psychologie eingegangen, und vor unkritischer Vereinnahmung durch Politik und Weltanschauung wird gewarnt.
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