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Eine Darstellung und Reflexion über sozialpädagogische Forschung muss mit einer Vergewisserung darüber beginnen, was unter „Sozialpädagogischer Forschung“ gemeint sein kann (vgl. Jakob 1997; Hornstein 1998; Thole 1999; Schweppe 2003; Schweppe/Thole 2004). Sozialpädagogische Forschung kann man als die wissenschaftliche, d. h. methodisch kontrollierte, nachprüfbare und nachvollziehbare Erzeugung von Wissen über die soziale Wirklichkeit verstehen, die für Soziale Arbeit bedeutsam ist. Das ist ein offenes, gleichwohl nicht tautologisches Kriterium. Der weite Bereich der Sozialen Arbeit, deren Adressaten, Institutionen, Organisationen, Felder, Professionen und Praktiken als gleichsam externes, wenn auch in der Thematisierung zunehmend verwissenschaftlichtes Bezugsfeld stellen Sozialpädagogik – hier als wissenschaftliche Disziplin stellvertretend auch für Sozialarbeitswissenschaft verstanden – vor die Aufgabe der Dauerreflexion ihrer Strukturen und Inhalte. Bedeutsamkeit entsteht in Politik und Praxis auch immer wieder neu, schließt Diskurse um die Dilemmata postmoderner Lebensführung oder soziale Ungleichheit ebenso ein wie die alltäglichen Orientierungs- und Sinnfragen von Fachkräften im Umgang mit Adressaten.
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