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Die Theorie einer Urban Political Economy bietet eine Basis zur Erklärung der Stadtentwicklung und zur darin eingebetteten Bedeutung der Kultur für die Stadt an. Sie ermöglicht, aktuelle Überlegungen zur Bedeutung der vielfältigen Aspekte der Stadtkultur systematisch mit einem stadtsoziologischen Bezug zu behandeln. Sie beruht auf den antagonistischen Zielvorstellungen zweier Akteursgruppen in der Stadt. Zum einen verfolgen Immobilienhändler und Projektentwickler direkte und andere Unternehmer und Kommunalpolitiker indirekte Gewinnerwartungen an die Entwicklung der städtischen Bodenwerte. Dies ist die Gruppe von Stadtakteuren, die den Tauschwert des Haus- und Grundstückseigentums erhalten und vermehren wollen. Zum anderen verfolgen Bewohner und unmittelbare Nutzer städtischer Teilräume ihre eigenen (Lebens-) Erwartungen, die nicht mit den Gewinnerwartungen der anderen Gruppe vereinbar sind. Für sie besitzt der städtische Boden Gebrauchswert, also Zweckmäßigkeit, Ortbezogenheit und lokale Lebensqualität, die erhalten und vermehrt werden soll. Gewinn- und Nutzungserwartungen stehen in Opposition zueinander. Beide Gruppen, verkürzt als Immobilienwirtschaft und Bewohnerschaft etikettiert, beeinflussen durch ihre gegensätzlichen Vorstellungen die Entwicklung des Bodenpreises eines Ortes und damit Stadtentwicklung.
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