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Die Bedeutung der Mode bei der Konstruktion von z.T. bis heute gültigen Weiblichkeitsbildern ist nicht nur als Beitrag zu einer „Kultur der äußeren Erscheinung“ zu begreifen, sondern bildet eine wichtige Strategie zur Herausbildung spezifischer Arten von geschlechtlichem Körperhabitus und körperlichen Techniken. Durch die Konstruktion eines visible self hat die Mode maßgeblich zur geschlechtlichen Identitätsbildung in der Moderne und Spätmoderne beigetragen (vgl. Barnes/Eicher 1993, Davies 1992, De la Haye/Wilson 1990, Wilson 1990, Eicher/Lutz/Evenson 2000, Mentges 2005). Allerdings ist diese Verbindung erst selbst Resultat eines historisch langwierigen Prozesses und eingelagert in die Konstellationen der bürgerlichen Gesellschaft seit ihrer politischen Formierung gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Die etymologische Herkunft des Begriffs Mode verweist auf die französische Sprache des 15. Jahrhunderts, in der die Bezeichnung „à la mode“ einen Modus oder eine bestimmte „Art und Weise“ bezeichnet (Böth/Mentges 1989, Devoucoux 1999). Von da aus hat sich der Begriff während des 17. Jahrhunderts im Sprachgebrauch als allgemeine Bezeichnung für Kleidungsweisen eingebürgert. Mode bezeichnet heute nicht das kulturelle Phänomen von Bekleidung überhaupt, sondern ein komplexes ökonomisches und kulturelles Gebilde, das an zeitliche wie kulturelle Kontexte gebunden ist.
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