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Das künstlerische Aufblühen und die kulturelle Erfindung der Landschaft in der Renaissance. Betrachtungen zu neueren Forschungen Die Studien zur Landschaft haben sich seit Kurzem in den verschiedenen Disziplinen vervielfacht - zugunsten eines steigenden Interesses der Öffentlichkeit. Es empfiehlt sich, im Einzelnen die Rolle der Kunstgeschichte für das Ansteigen der Forschungen zu diesem Thema zu analysieren. Man bemerkt in jedem Fall, und vor allem in der englischsprachigen Literatur, ein immer größer werdendes Interesse an der Bedeutung der Landschaftsmalerei als soziale und kulturelle Produktion sowie auch an ihren ideologischen Implikationen. Die These von der Entdeckung der Landschaft in der Renaissance, die in Frankreich vor allem von Augustin Berque und Alain Roger verteidigt wird, muß in Frage gestellt werden. Sie stützt sich auf einige Postulate, die von der Historiographie des 19. Jahrhunderts, darunter Burckhardt, übenommen wurden, und geht von einer "Laisierung" der Natur aus, die die religiöse Dimension der Landschaft in der Malerei leugnet. Man müßte hingegen nach der Rolle der antiken Vorbilder für die künstlerische und kulturelle Entwicklung der Landschaftsmalerei in dieser Zeit fragen - entsprechend den verschiedenen Forschungsperspektiven, die hier aufgezeigt werden.
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