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Wie gestalten Individuen in modernen Gesellschaften ihre sozialen Netzwerke und wie bahnen sie private Beziehungen an? Welche Rolle spielen Körper, Emotionen und Attraktivität in und außerhalb von Paarbeziehungen? Wie gestalten Subjekte ihr Sexualleben? Was bedeuten Geschlechtsnormen in Öffentlichkeit und Privatheit (Familie und Partnerschaft) in unterschiedlichen Sozialmilieus? Wie haben sich private Beziehungen durch die Nutzung neuer Kommunikationstechnologien wie Facebook und Mobiltelefon verändert? Diese und andere Fragen wurden in der deutschen Soziologie kaum verfolgt. Sofern das Private überhaupt in den Blick kam, widmete sich die Soziologie nahezu ausschließlich dem Themenbereich „Familie“, genauer: der Untersuchung von Bindungsverhalten, Scheidung und Fertilität. Dabei erfuhr man so gut wie nichts darüber, welche Bedeutung private Lebensformen und Lebensverhältnisse für die moderne Identität und für Menschen unterschiedlicher Kulturen bzw. historischer Epochen haben. Auch wurden durch die alleinige Konzentration auf den Gegenstand der Familie andere private Lebensformen, wie z.B. das Alleinleben (Single) oder das zusammen lebende kinderlose Paar, vernachlässigt.
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