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Einleitung: Ein kurzer Rückblick auf bekannte TheorieansätzeIn der vergangenen Dekade ist die "langfristige Betrachtung" in der ökonomischen Theorie wieder modern geworden.Nachdem kurzfristig konzipierte, makroökonomische Modelle über lange Jahre das Terrain beherrschten und von Ökonometrikern bereits die Feinabstimmung der Wirtschaftspolitik ins Auge gefaßt wurde, ist die Illusion von der Kontrollierbarkeit der Marktwirtschaft durch die schwere Weltwirt schaftskrise der achtziger Jahre in Brüche gegangen.Auf langfristige Entwicklungen abzielende Erklärungen sind wieder gefragt.Grob gesprochen können diese neuen Ansätze in zwei Schulen unterteilt werden: eine neo-schumpeterianische Schule und eine Schule in marxi stischer Tradition.Es lohnt sich zunächst zu rekapitulieren, was die beiden Ahnherren dieser Schulen, Schumpeter und Marx, gemeinsam haben.Was macht sie für die Theoretiker langfristiger Wirtschaftsentwicklung so attrak tiv?Im wesentlichen dürften es zwei Gründe sein, die ihre Anziehungs kraft ausmachen: Erstens entwickelten beide ihre Theorien aufgrund einer ausführlichen Analyse des tatsächlichen, historisch beobachteten Wirtschaftsgeschehens, und nicht aufgrund entscheidungslogischer Annahmen über abstrakte "Agenten".Zweitens beschrieben beide, indem sie nichtsdestotrotz von den historischen Einzelheiten abstra hierten, eine wohlspezifizierte, eine besondere Epoche, eine Produk tionsweise -den Kapitalismus.Und sie beschreiben ihn beide als ein *) Der vorliegende Artikel ist die überarbeitete, deutsche Fassung meines Beitrages zum "International Workshop on Technological and Social Factars in Lang Term Fluctua tions" im Dezember 1986 in Siena, Italien.
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