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der Lebenswelt ist in der sozialen und padagogischen Arbeit ubiquitar. Unterschiedlichste Programme meinen sich als lebensweltorientiert ausgeben zu konnen, Lebensweltorientierung sei das, was man sowieso tue. Andere Programme verweisen auf ihre lebensweltliche Komponente; neben den – wie es heist – streng methodischen Konzepten arbeite man naturlich lebensweltorientiert, es sei dem gesunden Menschenverstand geschuldet, dass man alltagsnah agiere. Diese Sicht scheint uns gerade auch in therapeutischen und/oder medizinisch orientierten Kreisen nicht selten vertreten. Solchem diffusen und banalisierenden Reden von Lebenswelt und Lebensweltorientierung gegenuber ist es notwendig, darauf zu insistieren, dass Lebensweltorientierung ein sozialpolitisch und padagogisch ausgewiesenes Theoriekonzept ist, das eine spezifische Sicht auf Lebensprobleme mit institutionellen und professionellen Konsequenzen verbindet. Auf der Grundlage interaktionistischer und gesellschaftstheoretischer Ansatze und im Horizont einer hermeneutisch-pragmatischen Erziehungswissenschaft und Sozialen Arbeit entwickelt es Kriterien zur Kritik an Institutionen und Strukturen heutiger Sozialer Arbeit und entsprechenden Professionalisierungsmustern und zum Entwurf von institutionellen Arbeitsstrukturen, die heutigen Lebensverhaltnissen angemessen sind. Im Folgenden soll nun skizzenartig zunachst in einer – allerdings eigentlich unerlaubten – Verkurzung eine Lesart des Begriffs der Lebensweltorientierung umrissen werden, die in der Sozialen Arbeit seit den 70er Jahren entwickelt worden ist, um dann in einem zweiten Schritt einige Konkretisierungen von Anschlussstellen dieses Konzepts zu der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen sowie zu sonderund heilpadagogischen Paralleldiskussionen anzudeuten.
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