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In diesem Buch geht es um die vielfaltigen und komplexen Wechselwirkungen zwischen dem Einsatz von Informationstechnik und sozialen und organisatorischen Zusammenhangen. Es geht um die tiefgreifenden Prozesse des gesellschaftlichen, kulturellen, okonomischen und politischen Wandels von der individuellen bis zur globalen Ebene. Eine zentrale These des Buches ist: Digitalisierung und Internet konnen uns auf den Pfad verscharfter Okonomisierung vieler Lebensbereiche fuhren oder aber zu mehr Selbstbestimmung, Partizipation, Kooperation und „Common Goods“. Die Option lautet: Wissensokonomie oder Wissensgesellschaft. Die Informationstechnik schreibt uns nicht vor, welchen Pfad wir gehen mussen. Zu diesem Zweck werden Entwicklungspfade analysiert, Risse, Wechselwirkungen und Gestaltungsoptionen aufgezeigt. Die Metapher MIKROPOLIS – eine Zusammenfugung von Mikroelektronik und Polis – verweist auf die Herausforderung, die Wechselwirkungen zwischen sozialen und technischen Implikationen bei der Schlusseltechnologie Informationstechnik in den Mittelpunkt zu stellen. Durch die im Titel eingefugte Jahreszahl 2010 soll der Zeithorizont der hier getroffenen Aussagen eingegrenzt werden. Anders als viele Prophezeiungen der popularwissenschaftlichen Zukunftsforschung, die glaubt, zehn, zwanzig oder mehr Jahre vorausblicken zu konnen, wird hier bewusst ein „Haltbarkeitsdatum“ angebracht. Dies ist nicht zuletzt der Erfahrung mit dem ersten MIKROPOLIS-Buch (1985) geschuldet. Bis zum Jahre 2010 kann unsere Analyse Orientierung geben. Spatestens dann bedarf sie der Uberarbeitung.
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