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Die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses, zur Nachricht zu werden, der Nachrichtenwert, wird durch bestimmte Merkmale des Ereignisses determiniert: Nachrichtenfaktoren, die größtenteils universell gültig sind und deren Wirksamkeit letztlich auf anthropologischen Wahrnehmungsgesetzmäßigkeiten beruht. Diese Annahmen bilden den Kern der Nachrichtenwerttheorie von Galtung und Ruge (1965). Doch welche spezifischen Ereignismerkmale sind Nachrichtenfaktoren? — In der Literatur finden sich unterschiedliche Zusammenstellungen von Nachrichtenfaktoren, die sich im wesentlichen durch ihren Systematisierungs- und Detaillierungsgrad unterscheiden (vgl. etwa: Galtung & Ruge, 1965: 65–68; Schulz, 1976: 33; Staab, 1990: 120). Befaßt man sich, wie wir im folgenden, mit Auslandsnachrichten, dann müssen als Nachrichtenfaktoren in erster Linie Merkmale von Ländern beachtet werden (Westerståhl & Johansson, 1994).
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