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Verwandt einerseits mit der »energetischen« Musikanschauung Kurth’scher Prägung, knüpfte Gustav Beckings Der musikalische Rhythmus als Erkenntnisquelle andererseits v. a. an die seinerzeit viel diskutierte »Typenlehre« der Familie Rutz an, in ihrer Kodifizierung durch Ottmar Rutz, die von dem prominenten Leipziger Sprachforscher Eduard Sievers zur Methode der »Schallanalyse« ausgebaut worden war (vgl. Ziele und Wege der Schallanalyse, Heidelberg 1924). Becking, Schüler Hugo Riemanns und Assistent Hermann Aberts, ließ sich an der Universität Leipzig von Sievers zu seinen Überlegungen anregen, zusätzlich inspiriert durch das Buch Typische Kunststile in Dichtung und Musik (Jena 1915) des Wilhelm-Dilthey-Schülers Herman Nohl, gab aber mit den – schon 1924 in Sievers’ Schrift so bezeichneten – »Beckingkurven« selbst wichtige Impulse auf dem damals heiß diskutierten Forschungsfeld einer experimentellen Hermeneutik, die beim Körperempfinden sowie bei psychophysischen und physiognomischen Aspekten ihren Ausgang nahm.
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