Mehrere Beiträge dieses Buches belegen eindrucksvoll den Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit im Erwachsenenalter: Je niedriger der soziale Status einer Person, desto höher ist ihr Risiko, zu erkranken oder frühzeitig zu versterben. Auf der Suche nach den Mechanismen, welche die soziale Stellung eines Menschen mit seiner körperlichen und psychischen Gesundheit verbinden, kann man sich, wie es häufig getan wird, auf das Erwachsenenalter konzentrieren, also derjenigen Lebensspanne, in der ein Gro\teil der sozialen Varianz im Krankheitsgeschehen unmittelbar sichtbar wird (Bartley 2004, Kuh et al. 2005). Ein Beispiel hierfür ist die Untersuchung der sozialen Varianz risikoreicher Arbeitsbedingungen, wie etwa schwerer körperlicher Arbeit. Diesem Ansatz liegt die Annahme zugrunde, dass intermediäre Faktoren das vermittelnde Bindeglied zwischen dem sozialen Status und einer späterer Erkrankung darstellen.
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