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Das Thema der Generationen ist schon alt. Es ist in Form von Alltagswissensbeständen und kollektiven Deutungsmustern eng eingewoben in die Kulturgeschichte selbst (vgl. Sackmann 1992). Parnes, Vedder und Willer zeichnen z.B. akribisch nach, welche Generationsmodelle sich seit der Antike über das Mittelalter bis in die Neuzeit und unsere Gegenwart finden lassen (vgl. Parnes/Vedder/Willer 2008). Dabei verdeutlichen die Autoren, wie diese sich wandelnden Konstruktionen und Modelle von Generationen zumeist eingebunden sind in die Sicherung und Legitimation bestehender Herrschaftsverhältnisse und Ordnungen, und wie sie darin die Grenzlinie zu mythischen Konstruktionen teilweise überschreiten – etwa in den legitimatorischen Genealogien im Mittelalter oder in der Konstruktion von Generation als Zukunftsmodell im 18. Jh. (vgl. ebd.; S. 42ff. und S. 82ff.). Bilstein (1996) arbeitet heraus, wie Generationsmodelle gerade in den Kontext des Pädagogischen eingelagert und Bestandteil von pädagogischen Metaphern und Metaphoriken geworden sind (vgl. auch Lüscher/Liegle 2003, S. 35ff.). Bereits in diesen noch unsystematischen und metaphorischen Generationsmodellen werden die Komplexität und die Spannungsmomente der so behandelten Thematik sichtbar, wie etwa die Spannung zwischen reproduktiven und transformativen Prozessen oder die Aufteilung der Generationsthematik in eine gesellschaftliche und eine familiale Linie (vgl. z.B. Lüscher/Liegle 2003, S. 35).
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