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Das im Jahr 1959 erschienene Buch „The presentation of self in everyday life“ von Erving Goffman (1922-1982) geht von der Hypothese aus, dass das Individuum, wenn es sich Anderen präsentiert, daran interessiert ist, den Eindruck, den sie von ihm haben, zu kontrollieren, (Vgl. Goffman 1959, S. 17) Im Deutschen erhielt das Buch den sprechenden Titel „Wir alle spielen Theater“, womit Goffman durchaus einverstanden war, denn nach eigener Aussage sind die Gesichtspunkte seines Buches „die einer Theatervorstellung“. Den Unterschied zwischen Bühne und Leben sieht er so: „Auf der Bühne werden Dinge vorgetäuscht. Im Leben hingegen werden höchstwahrscheinlich Dinge dargestellt, die echt, dabei aber nur unzureichend erprobt sind.“ (Goffman 1959, S. 3)
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