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Zusammenfassung Die Annahme einer Konkurrenz von Nationalstaaten ist eine gängige Prämisse historischer und soziologischer Studien zu Entstehung und Wandel des modernen Nationalstaatssystems. Worum Nationalstaaten konkurrieren, wird jedoch selten genauer gefragt. Der Aufsatz vertritt die These, dass deshalb bestimmte Formen der Konkurrenz vernachlässigt worden sind: Konkurrenzen um „weiche” Güter wie Aufmerksamkeit, Legitimität und Leistungsprestige. Um diese Formen begrifflich zu erschließen, schlägt er ein kommunikationstheoretisches Modell globaler Konkurrenz vor, das sich an Simmels Begriff der Konkurrenz anlehnt und auf die konstitutive Bedeutung öffentlicher Vergleichsdiskurse und universalisierter Dritter wie internationale Organisationen, Sozialwissenschaftler und Journalisten aufmerksam macht. Aus diesem Modell entwickelt er drei Thesen zum Vordringen bestimmter Formen der Nationalstaatskonkurrenz - um Modernitätsprestige, spezifisches Leistungsprestige und Aufmerksamkeit/Legitimität - seit Ende des 19. Jahrhunderts.
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