No open-access location is known for this record yet.
No open-access location is known for this record yet.
Zusammenfassung‘Geld’ und ‘Liebe’ stehen in einem scheinbar unversöhnlichen Gegensatz zueinander. Entsprechend dem romantischen Liebesideal gilt die Liebesbeziehung, mit ihrem Anspruch auf Dauer und Wahrheit der die Liebenden als Individuen verbindenden Kräfte, bis heute als Gegenpol zu den sozialen Beziehungen zwischen Akteuren in der modernen Geldwirtschaft, wo Individuen in ihrem geldvermittelten Austausch gerade nicht in ihrer Individualität in Erscheinung treten können bzw. müssen. Diese — von der bürgerlichen Moderne bis in unsere heutige Alltagsdeutung reichende — Gegensätzlichkeit von Liebe und Geld als ‘entweder — oder’ ging einher mit der Durchsetzung des bürgerlichen Ehekonzepts, welches mit seinem Rollenmodell des männlichen Hauptverdieners und der weiblichen Hausfrauentätigkeit eine ganz eigene machtvolle Ordnung von ‘Geld und Liebe’ im Privaten etablierte. Heute stellt sich jedoch die Frage, inwieweit ein Wandel dieses Ehemodells nicht zuletzt durch die zunehmende Erwerbstätigkeit von Frauen diese private (Geschlechter-)Ordnung der Moderne möglicherweise verändert: Erlaubt die Verfügbarkeit von ‘eigenem’ Geld nun (auch) für Frauen das ‘eigene’ Leben — nicht nur außerhalb von, sondern ebenso in Paarbeziehungen? Transformiert sich dadurch das Fundament eben dieser modernen Paarbeziehung?
Loading…
Stored only when both papers are in the corpus — 14 citations exist upstream.
Papers that cite the same references — the relational fallback while embeddings are still backfilling.
Imported from OpenAlex (CC0) — nothing here is generated.