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Die gesteigerte Aufmerksamkeit für das Phänomen der Bilder in der Gegenwartskultur findet ihren akademischen Niederschlag unter anderem in der sich seit etwa zehn Jahren entwickelnden „Bildwissenschaft“. Als Begriff erstmals 1994 von Gottfried Boehm ins Spiel gebracht, damals noch als bloßes Postulat, gehört die Bildwissenschaft heute zu den spannendsten Entwicklungen der hiesigen Geisteswissenschaften. Flankiert wird sie durch die nicht weniger blühenden Forschungen im Bereich der Visual Culture bzw. Visual Studies des angelsächsischen Raums, die hierzulande ebenfalls immer mehr an Bedeutung gewinnen. Im Zeitalter einer verstärkten Hinwendung kultur- und sozialwissenschaftlicher Forschung auf Bildfragen – popularisiert durch Schlagwörter wie „pictorial“, „iconic“, „imagic“ oder auch „visual turn“ – führt am Bild gerade für Kulturtheorien kein Weg vorbei.
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