Sowohl Stars als auch Fans und ihre Kulturen werden häufig als extrem geschlechtlich kodiert, d.h. als „typisch männlich“ oder als „typisch weiblich“ wahrgenommen. So gilt die Begeisterung für Fußball als „Männlichkeitsritual“ (Dunning u.a. 2003: 470), während eine Leidenschaft etwa für einen männlichen Filmstar als Frauensache wahrgenommen wird. Viele Stars verkörpern eine idealisierte Männlichkeit oder Weiblichkeit (etwa Arnold Schwarzenegger oder Christina Aguilera), andere wiederum sind gerade dafür bekannt, dass sie konventionelle Geschlechterinszenierungen ironisieren und parodieren (z.B. David Bowie). Wie sich in Sue Wise's Reflexion ihrer Leidenschaft für Elvis zeigt, sagt eine den Stars zugeschriebene Geschlechtlichkeit jedoch noch nichts darüber aus, welche Bedeutung diese für deren Fans und ihre Kultur hat. Im Gegensatz zu dem sexualisierten, hypermaskulinen Bild von ‚Elvis the pelvis‘ ist der von Wise und auch anderen Fans wahrgenommene Elvis eine eher asexuelle, weiche und harmlose Gestalt (an anderer Stelle charakterisiert sie ihn als „teddy bear“).
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