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In der empirischen Sozialforschung unterscheidet man gewöhnlich Primärvon Sekundäranalysen. Primäranalysen sind erstmalige Untersuchungen von Daten, die von Forschern selbst erhoben wurden, während in Sekundäranalysen Datenmaterial herangezogen wird, das von anderen erhoben und in der Regel bereits ausgewertet wurde. Sekundäranalysen können sich auf die ursprünglichen oder auf neue Forschungsfragen richten (Friedrichs 1973; Schnell, Hill und Esser 1995: 238). In den letzten beiden Jahrzehnten hat sich nun ein dritter Typus empirischer Sozialforschung etabliert, der von Glass (1976) Meta-Analyse genannt wurde. Es handelt sich hierbei um die statistische Analyse empirischer Befunde, die aus voneinander unabhängigen Studien stammen. Meta-Analysen werden in der Regel mit dem Ziel vorgenommen, die einzelnen publizierten empirischen Befunde aus Primär- oder Sekundäranalysen zu einer Gesamtgröße zusammenzufassen und mögliche Unterschiede in den Ergebnissen verschiedener Studien aufzuklären. Der Ausdruck Meta-Analyse ist bereits zu einem Sammelbegriff für diverse Techniken zur Synthese empirischer Befunde geworden, deren Kritik und Weiterentwicklung mittlerweile einen eigenen Zweig in der sozialwissenschaftlichen Methodendiskussion ausmacht.
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