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Mit dieser und ähnlichen Forderungen artikulierte Michel Foucault immer wieder aufs Neue sein Unbehagen am modernen Identitätsdiskurs2. Insbesondere kritisierte er, dass menschliche Existenz dadurch in Formen „fixiert“ werde. Foucault hat sich bei seiner Subjektkritik allenfalls implizit, jedoch nie direkt auf die Biographieforschung bezogen, und auch von deren Seite her werden seine Arbeiten bislang wenig und wenn, dann sehr unterschiedlich rezipiert. So knüpft zur Erörterung von ‚Identität und Biographie’ etwa Alois Hahn (1995) an zentrale Gedanken aus Foucaults Studien über die Geschichte der Human- und Bio-Wissenschaften an, während Wolfram Fischer-Rosenthal (1995: 255) Foucaults Subjektkritik für überzogen hält. In empirischen Arbeiten finden sich in den letzten Jahren Hinweise für ein wachsendes Interesse und eine allmählich einsetzende Rezeption des Foucaultschen Diskursbegriffs, wobei die Diskursanalyse als theoretisch ausgearbeitetes Programm noch kaum in die entsprechenden Forschungskonzepte integriert worden ist.3
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