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Sei es die Rolle der Sprache in der Konstitution eines subkulturellen Kodes (Clarke et al. 1979), der ironische Humor der Hippies (Willis 1981), die sprachlichen Kennzeichen populärer Texte (Fiske in diesem Band) oder die Aneignung von Medien im Zuschauergespräch (Gillespie 1995): Ein Streifzug durch die Klassiker lässt die Allgegenwärtigkeit von Sprache und Interaktion im Forschungsprojekt der Cultural Studies schnell erkennen. Dabei ist das Verhältnis zwischen Cultural Studies und Sprachwissenschaft relativ wenig reflektiert worden. Die Text- und Medienanalysen der Cultural Studies greifen eher auf literaturwissenschaftliche und semiotische, weniger auf linguistische Methoden zu (vgl. aber Keppler 1994). Zwar hat man früh auf das Potenzial linguistischer Methoden für die Kulturanalyse aufmerksam gemacht, genauso auf die Schwierigkeit ihrer Anwendung (Johnson 1999: 165f.). Umgekehrt orientiert sich die Soziolinguistik vor allem an der Soziologie und Anthropologie, viel seltener an den Cultural Studies.1 Ihr Kritikpunkt an die Cultural Studies lautet, dass es ihr an feinkörnigen Analysen des Sprachgebrauchs mangelt. Zwar wird man heute - zumindest seit (1987), (1994) und (1995) - wohl nicht mehr uneingeschränkt behaupten können, dass „die eigentliche Sprachforschung hier weitgehend ausgeklammert geblieben ist“, wie es (1980: 153) für die CCCS-Arbeiten der 1970er Jahre formuliert hat. Noch in den späten 1990er Jahre gilt aber der Umgang der Cultural Studies mit Diskurs als „impressionistic“ (Rampton 1997: 65; siehe auch Müller/Wulff in diesem Band), da er lieber mit den weiten Kategorien der Ethnografie arbeite und die Details der verbalen Interaktion kaum beachte.
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